Shades Tour

VonAstrid Androsch

Shades Tour

Am 21.11.2019 war die 3BK auf der Shades­Tour auf­grund des Pro­jekts „Anti D´n´A“.

Über Shades Tour

Was ist über­haupt die Shades­Tour? Die Shades­Tour ist eine Fir­ma, die 2014 gegrün­det wur­de und die­se began­nen zuerst mit Obdach­lo­sen und Armen zu arbei­ten, jedoch wer­den seit März 2019 Dro­gen- und Alko­hol­süch­ti­ge mit­ein­be­zo­gen. Außer­dem tritt die­se im Jahr 2016 bei 2 Minu­ten 2 Mil­lio­nen an, die­ses Pro­gramm inves­tier­te für die­se Fir­ma sehr viel Geld und durch die­ses Pro­gramm wur­den sie auch bekann­ter. Die Fir­ma bie­tet Tou­ren an, die durch den sechs­ten Bezirk geführt wird und bei denen die Gui­des (ehe­ma­li­ge Abhän­gi­ge) deren Leben und auch Infor­ma­tio­nen zu Dro­gen, Alko­hol usw. erzäh­len.

Ablauf des Tours

Ers­ter Gui­de

Die Tour begann im 6. Bezirk, vor dem Haus des Mee­res, und ende­te beim Karls­platz. Die Klas­se wur­de in zwei Grup­pen, je ein Gui­de pro Grup­pe, ein­ge­teilt. Anschlie­ßend mach­ten wir uns auf dem Weg und der Gui­de erzähl­te uns neben­bei wie und wes­halb er Dro­gen nahm.

Der Ers­te Gui­de, ein Dro­gen­ab­hän­gi­ger, ist 45 Jah­re alt und hat vor cir­ca 30 Jah­ren damit ange­fan­gen. Begin­nend kon­su­mier­te er nur und spä­ter fiel ihm auf, dass der Ver­kauf von Dro­gen auch ziem­lich Spaß mach­te. Es gibt jetzt cir­ca 50 Dro­gen­ar­ten und es kom­men wöchent­lich 4 neue Arten. Er war Käu­fer, Ver­käu­fer und Kon­su­ment zugleich. Um in der Dro­gen­sze­ne viel Geld zu erwirt­schaf­ten, muss man ziem­lich viel Geld in Dro­gen inves­tie­ren. Der Ers­te Gui­de ver­kauf­te auch Can­na­bis im Dark Web. Vor allem als New­co­mer hat man es echt schwer im Dark Web Dro­gen zu ver­kau­fen. In der Anfangs­pha­se sam­melt man erst­mal Rezen­sio­nen und es geht haupt­säch­lich um Kun­den­ge­win­nung. Es lief alles ein­wand­frei. Er ver­kauf­te die Dro­gen immer in klei­nen Men­gen. Bis an dem Tag, als er in sei­ner Stamm Bar saß und sei­ne Kun­den via Note­book betreu­te. Plötz­lich stürm­te die Cobra hin­ein und ver­haf­te­te ihn. Die Cobra ver­folg­te ihn einen gan­zen Tag lang und sah zu wie er die Päck­chen ver­sen­de­te. Er saß im Gefäng­nis 6 Mona­te lang und dach­te viel dar­über nach. Nach dem Gefäng­nis nahm er trotz­dem noch Can­na­bis. Als er jedoch die Grip­pen Sym­pto­me bekam, hör­te er lang­sam mit den Dro­gen auf.

Zwei­ter Gui­de

Der ande­re Gui­de war ein Beam­ter mit sei­ner Frau bei der Post und war 25 Jah­re lang Hero­in abhän­gig. Außer­dem war er von den 25 Jah­ren, 18 Mona­te obdach­los.

Es begann alles damit, dass er mit sei­ner Frau bei einer Par­ty war. Ein Freund von ihnen kre­ierte mit brau­nem Pul­ver einen lachen­den Smi­ley auf einem Glas­tisch und gab jedem einen klei­nen Stroh­halm, um den Stoff durch die Nase zu zie­hen. Der Gui­de und sei­ne Frau wuss­ten nicht, dass das eine Dro­ge ist, sie dach­ten sich jedoch, dass die­ses Gefühl nie enden soll­te. Gegen Ende des Tref­fens, schenk­te ihnen der Freund eine klei­ne Tüte voll mit Hero­in. So wur­de es von einer Tüte zu meh­re­ren. Ein wei­te­rer Grund für die Sucht war, dass der Gui­de damals sei­nen Groß­va­ter, wel­cher ihn 14 Jah­re lang auf­ge­zo­gen hat­te, ver­lor. Auf­grund der Sucht kün­dig­ten sie auch die Arbeit.

Er war auch obdach­los. Sei­ne Freun­de, sei­ne Frau und er leb­ten in einem Park, schlie­fen in Schlaf­sä­cken und es war Rou­ti­ne, dass einer auf die Sachen auf­pass­te und die ande­ren such­ten nach Dro­gen­dea­lern, um Hero­in etc. zu kau­fen. Wobei sie nicht wirk­lich lan­ge dort­blei­ben konn­ten, da ein Mann, immer sei­nen Hund auf deren Schlaf­sä­cke sein Geschäft machen ließ. Eines Tages kam die­ser Mann wie­der, nur die­ses Mal, setz­te er deren Schlaf­patz in Flam­men. Dadurch kamen dann die Feu­er­wehr und die Poli­zei. Für den Gui­de kam die Zeit eine Anzei­ge zu erstat­ten, jedoch wen­de­te sich das Blatt sehr schnell, weil sie dann erfuh­ren, dass man gar nicht in Par­ken über­nach­ten durf­te und wur­den von den Poli­zis­ten ver­trie­ben.

Ohne dea­len ging das bei ihm nicht, da es ihm finan­zi­ell nicht gut ging. Er zahl­te pro Gramm 80 Euro und 160 € am Tag da sei­ne Frau die Dro­ge auch brauch­te. Also began­nen sie am West­bahn­hof zu dea­len und eines Tages tra­fen sie auf einen Sän­ger, der ihnen half, mehr am Tag zu ver­die­nen.

Sie ver­kauf­ten nicht mehr 3 bis 5 Gramm, son­dern 100 bis 150 Gramm pro Tag und somit ver­dien­ten sie pro Tag ca. 800 Euro. Der Ver­kauf hielt nur für 4 Mona­te, da sie die letz­ten zwei Mona­te von Poli­zis­ten ver­folgt, über­wacht und auch foto­gra­fiert wur­den. Am Ende wur­den sie ver­haf­tet, jedoch hat­ten sie die Mög­lich­keit eine The­ra­pie zu machen, statt eine Stra­fe zu bekom­men.

 

Über den Autor

Astrid Androsch administrator

Schreibe eine Antwort